Rückkehr von einem Roadtrip

Rückkehr von einem Roadtrip

Jetzt trete ich die Rückkehr vom Skandinavien Roadtrip an. Oslo war die letzte Station. In Skandinavien ist der Winter eingebrochen und es ist Zeit zurück nach Deutschland zu fahren. Erneut über die beeindruckende Storebalt- und Öresundbrücke. Stück für Stück geht es nach Hause.

Gekås

Gekås in Ullared, einer kleinen Stadt in Schweden, ist der größte Supermarkt der Welt. Dazu gibt es dort auch einen Campingplatz und ein Hotel. Auf einer Verkaufsfläche von 35.000 Quadratkilometern gibt es alles, was man sich vorstellen kann. Entsprechend groß ist auch der tägliche Andrang. Im Gekås kann man mehrere Tage damit verbringen alles zu erkunden. Regelmäßig fahren Busse zwischen dem Campingplatz und dem Einkaufszentrum.

Odense Kommune

Die historische und urbane Stadt Odense in Dänemark liegt genau auf meiner Rückkehr-Route nach Deutschland. Sie ist der letzte Abstecher in eine skandinavische Stadt.

Odense
In der Stadt Odense nahe des Bahnhofs.

Odense ist die Heimat des Märchenerzählers Hans Christian Andersen, welcher dementsprechend das Stadtbild der Altstadt prägt.

St. Knuds Church

Odense
Park hinter der Kathedrale.

Märchengarten

Hinter der Kirche liegt der idyllisch angelegte Märchengarten der Stadt, mit Skulpturen die an verschiedene Märchen erinnern.

Odense
Brücke im Park.
Odense
Papierboot als Erinnerung an eine Geschichte.

Das Rathaus

Das Rathaus im italienisch-gotischen Stil ist direkt neben der Kathedrale und damit mitten im Stadtzentrum.

Odense

Munkemose Gardens

Schöner Park der quer durch Odense führt. Perfekt für einen Spaziergang im Freien, entlang des Flusses Odense Å.

St. Alban’s Kirche

Odense
Die römisch-katholisch Kirche.

Währung

Dänische Kronen
Meine letzten Kronen reichen genau noch für die Busfahrt zurück zum Camper.

Meine letzten Kronen reichen genau noch für die Busfahrt zurück zu meinem Camper. Ein letztes Mal suchte ich mir im Dunkel den Weg.

Die Rückfahrt

Der Tag der Rückfahrt fing schon mal schlecht an. Ich wollte nur noch schnell in Odense tanken bevor ich losfahre. Letzten Endes musste ich dazu drei Tankstellen anfahren. Die erste war nur für LKW, die zweite nicht existent. Ich bin extra früh los und habe dann gleich schon mal Zeit verloren mit blödem rumgegurke. Wer hätte da gedacht, dass das noch der gute Teil des Tages sein würde.

Ich bin extra Sonntags gefahren, damit die Autobahnen frei sind. Doch die Rückfahrt von Dänemark nach Baden-Württemberg stellte sich als die längste Fahrt der Reise heraus.

Diesmal war die andere Seite des Elbtunnels gesperrt, natürlich erneut meine Richtung. Darauf folgte ein stundenlanger Stop-and-Go Verkehr und nach so vielen Kilometern Knieschmerzen vom Kuppeln. Die Zeit auf meinem Navi stieg immer weiter an. Stunden später, an der ersten Möglichkeit zum Halten, war alles komplett voll und Scherben lagen auf dem Parkplatz. Nichts wie weg . Ich bin total hinter dem Zeitplan.

Zum erneuten Tanken fahre ich von der Autobahn ab, zu einem Autohof, welchen ich erst gar nicht finde. Dann folgende Meldung: Ein Autobahnabschnitt ist komplett gesperrt. Genau an dem Tag, auf meiner Strecke, muss der Asphalt dringend repariert werden. Da bleibt keine andere Wahl, als die zugestaute Umleitung über irgendwelche Käffer zu nehmen. Mittlerweile ist es bereits dunkel und alle Raststättenparkplätze sind komplett überfüllt. Es gibt wenig Schilder, ich habe keine Ahnung wo ich bin, aber ich folge einfach dem Stau. Nach einer Ewigkeit komme ich schließlich auf die Autobahn zurück. In der Zwischenzeit leerte sie sich dann aber doch noch, da es schon nach Mitternacht war. Um 1 Uhr war sie dann komplett leer und ich kam endlich vorwärts. Gegen 2 Uhr nachts komme ich schließlich an. Ich habe an diesem Sonntag 17 Stunden für die Fahrt gebraucht. Normalerweise wäre das eine Strecke von 9 Stunden gewesen.

Rückkehr nach Hause

Nach 2 Monaten und 10000 km Reise bin ich also zurück in gewohnter Umgebung. Da ist auch gleich mal die Heizung kaputt, aber ich habe tatsächlich nicht gefroren. Mir kam es nach allem warm vor.

beachtenswert  2 Tage in Oslo

Es ist seltsam, nachdem man so lange im Camper gewohnt hat, wieder in einem feststehenden Haus und nicht jeden Tag in einer neuen Stadt zu sein. Den Wasserhahn aufdrehen zu können und fließend warmes Wasser zu erhalten. Unendlich viel Strom aus der Steckdose zu bekommen, ohne rechnen und entscheiden zu müssen, lade ich jetzt mein Handy auf oder koche ich etwas.

Kleinigkeiten die man als selbstverständlich betrachtet hat sind plötzlich faszinierend. Man lernt die Dinge mehr zu schätzen. Mehrere Räume, Türen, eine Toilettenspülung… Der Wasser- und Stromverbrauch sinkt für eine Zeit lang rapide. Anfangs ist alles irgendwie seltsam, aber man gewöhnt sich schnell wieder daran. Vielleicht sogar zu schnell, landet man wieder in seinem Alltagstrott.

The secret of change is to focus all your energy not on fighting the old, but on building the new.

Dan Millman

Zurückkehren

Nachdem man so viel Zeit mit sich selbst verbracht hat, dauert es sich wieder an die Zivilisation zu gewöhnen. Doch zwei Wochen nach der Rückkehr ist es fast so, als wäre man nie weg gewesen. Anfangs erinnert man sich an alles genau, aber mit der Zeit verblassen die Orte. Meine Fotos sollen nicht auf meiner Festplatte vergammeln. Ich will all die Eindrücke, Erfahrungen und Veränderungen bewahren. Ich möchte über meine Erlebnisse berichten und meine Erfahrungen in meinem Blog teilen. Sharing is caring.

Reisen bereichert die Seele. Nur Dumme kommen so zurück wie sie gegangen sind. – Van auf Tour Klick um zu Tweeten

Tipp: Nach der Rückkehr vom Roadtrip folgt erst mal das große Ausräumen und Putzen. Ist zwar nervig, aber lieber direkt machen und nicht vor sich her schieben. Sonst wird es nur schlimmer. Ihr wollt nicht wissen, was ich nach ein paar Wochen in meinem Kühlschrank gefunden hatte…

Die Reise

Tja … Ich hatte doch gesagt ich drehe nicht um, bevor ich am Nordkap war. 🙂 Aber das mit Norwegen kann ich so nicht stehen lassen. Ich will noch Bergen, Trolltunga und Stavanger sehen. Die Atlantikstraße fahren. Aber nachdem ich jetzt weiß, wie es ist dort zu fahren, betrachtet man die ganze Sache anders.

Der erste Tag meines Roadtrips war der Schlimmste von allen. Vieles ging schief und ich war noch nicht daran gewöhnt im Camper unterwegs zu sein. Ich habe ehrlich gesagt darüber nachgedacht wieder umzudrehen, aber die Fahrt war mir zu lang. In die Niederlande hatte ich 7 Stunde für eine 4 Stunden Strecke gebraucht. Mein Navi meinte immer, ich sollte die Autobahn verlassen und hat mich durch kleine Käffer geschickt, nur um den Weg zurück auf die Autobahn suchen zu können.

Reflexion

Wenn ich auf die ganze Reise zurückblicke, bin ich sehr froh weiter gefahren zu sein. An meinem Plan festgehalten und darauf vertraut zu haben. Denn daraufhin habe ich so viele tolle Orte kennen gelernt und einzigartige Dinge erlebt.

Ich hatte mich auf die Rückkehr eingestellt, aber trotzdem ist damit die Abenteuerreise vorerst beendet. Doch ich wusste von vorneherein, dass wenn ich zurück komme, etwas Neues beginnen würde. Nichts wäre mehr so, wie vorher. Ich bin unglaublich stolz es geschafft zu haben und kann nur jedem, der von einer Reise träumt, raten es zu machen.

beachtenswert  5 Sonnenuntergänge in Skandinavien

Am Ende zählt es nicht so sehr, ob alles nach Plan gelaufen ist und man alles was man sich vorgenommen hat gesehen hat. Es ist okay manches auszulassen. Mit dem eigene Camper kann man sich ja jederzeit ins Auto setzten und wieder losfahren.

Wenn Du etwas willst, dann verschwört sich das ganz Universum darauf ein, Dir zu helfen, es zu erreichen.

Paulo Coelho

Endfazit Skandinavien Roadtrip

Ein Roadtrip besteht nicht nur aus Regenbögen, Einhörnern und Zuckerwatte. Obwohl der ein oder andere Regenbogen durchaus dabei war.

Regenbogen

Es war anstrengend und dreckig. Es gibt schwere Momente, aber man muss einfach weiter fahren. Man kann ja schlecht irgendwo stehen bleiben, einen Wutanfall bekommen und seinen Camper stehen lassen.

Aber ab und zu, wenn man es nicht erwartet landet man an unglaublichen Orten. Daher ist es wichtig, vorher schon eine tolle Auswahl zu treffen, damit du auch wenn es mal nicht so läuft, etwas hast vorauf du dich freuen kannst. Aber nicht übertreiben.

Die Entscheidungen waren nur der Anfang von etwas. Wenn man einen Entschluss gefasst hatte, dann tauchte man damit in eine gewaltige Strömung, die einen mit sich riss, zu einem Ort, den man sich bei dem Entschluß niemals hätte träumen lassen

Paulo Coelho

Letzten Endes hatte ich mich auch mit dem Navi angefreundet. Es hat mich bis ans Nordkap und wieder zurück gebracht. Es kannte wohl doch den Weg. 🙂 Ich habe richtig gemerkt, wie ich den Herbst mitgebracht hatte. Ein paar Wochen später wurde es auch hier kälter.

Der ganze Roadtrip war eine unglaubliche Erfahrung mit tollen Eindrücken, Orten und Routen. Ich kann es kaum erwarten wieder loszufahren. Ich bin in den Niederlanden gestartet und bis ans Nordkap gefahren. Einmal fast durch ganz Skandinavien.

Wie geht es dir wenn du nach einer langen Reise wieder zurückkommst? Wie fühlt sich die Rückkehr an? Kannst du die neuen Eindrücke festhalten oder verschwimmen sie zu Erinnerungen?

Und nicht vergessen:

Wenn Sie auf den Mond zielen, und Sie treffen ihn nicht, landen Sie noch immer bei den Sternen! – Henry Ford Klick um zu Tweeten

Inhaberin

Freut mich, dass du auf meinem Blog vorbei schaust. Ich habe mir 2019 einen Kastenwagen gekauft und ihn selber zu einem Camper ausgebaut. Mit ihm habe ich mich dann noch im selben Jahr auf meine erste große Reise begeben und es sollte nach Skandinavien gehen. Ich bin alleine 10.000 km bis zum Nordkap gefahren. Hier schreibe ich über den Selbstausbau, meine Erfahrungen auf Reisen und vieles mehr ...

Schreibe einen Kommentar

* Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung.